Der Anfang 

7. Januar 2026

Ich werde in Zukunft häufiger über Maria Magdalena sprechen. 
Nicht aus romantischer Verklärung, sondern aus historischem und psychologischem Interesse. Ich bin keine Christin, und werde wohl nie eine werden - denn das junge "Christentum" (faktisch Judentum, es gab vier Jahrhunderte nach Jesus lang kein Christentum") ist so weit entfernt von dem patriarchalen Mist, den wir seit dem 4. Jahrhundert serviert bekommen haben und der bis heute die Erlösung außerhalb von sich sucht. Erlösung, salvation in seiner eigentlichen Wortbedeutung heißt: lebendiger werden, to be made more alive. Das alles finden wir im Gospel von Maria Magdalena, das natürlich wie so viele anderen Schriften des Christentums nach Jesus und vor der Christenheit systematisch zerstört wurde und bis ins späte 19. Jahrhundert bzw. Mitte des 20. Jahrhunderts in koptischer und griechischer Schrift in 3 Versionen gefunden wurde - endlich.

Was viele nicht wissen:Das frühe Christentum war keine einheitliche, hierarchische Religion, sondern eine vielfältige spirituelle Bewegung. In den ersten Jahrhunderten gab es zahlreiche Schriften, Evangelien und Überlieferungen – darunter Texte, die weibliche spirituelle Autorität ganz selbstverständlich beschrieben. Natürlich gab es Gott, den Schöpfer, als eine maskuline Kraft - und natürlich gab es Göttin, die Schöpferin, in einer femininen Kraft.

Maria Magdalena war in diesen frühen Texten nicht die reuige Sünderin, zu der sie später durch einen alen, weißen Mann gemacht wurde, sondern eine Lehrerin, eine Eingeweihte, eine Frau mit geistiger Autorität innerhalb der christlichen Bewegung.

 

Der Bruch kam im 4. Jahrhundert.Als Kaiser Konstantin das Christentum zur staatstragenden Religion des Römischen Reiches machte, brauchte es Einheit, Ordnung und Kontrolle.325 n. Chr. wurde auf dem Konzil von Nicäa festgelegt, welche Schriften künftig zum offiziellen Kanon gehören sollten – und welche nicht.

Texte, die nicht in ein patriarchales Machtmodell passten, wurden ausgeschlossen.Schriften, die von weiblicher Führung, innerer Autorität oder spiritueller Gleichwertigkeit erzählten, galten als gefährlich. Sie untergruben Hierarchie, Gehorsam und klare Rollenverteilungen.Das Evangelium der Maria Magdalena gehörte dazu.Es wurde nicht nur aussortiert, sondern sollte aktiv vernichtet werden.Dass wir es heute dennoch kennen, liegt daran, dass einige Mönche sich widersetzten und Abschriften versteckten – unter anderem in Ägypten, wo sie Jahrhunderte später wiedergefunden wurden.

Inhaltlich zeigt dieses Evangelium ein völlig anderes Menschenbild:Der „wahre Mensch“ (Anthropos) ist hier weder sündig noch erlösungsbedürftig, sondern ein Wesen, das Ego und Seele zugleich ist. Menschlich und göttlich. Begrenzt und unendlich.

Maria Magdalena wird in diesen Texten als jemand beschrieben, der versteht, wie man zwischen Ego und Seele unterscheiden lernt – und wie innere Freiheit entsteht. Nicht durch Unterwerfung, sondern durch Bewusstheit.

Dass solche Perspektiven aus der offiziellen Geschichte gestrichen wurden, ist kein Zufall.Sie stehen quer zu patriarchalen Systemen, die Macht von außen verleihen – statt innere Autorität zu stärken.

Ich beschäftige mich intensivst seit Wochen mit diesen gnostischen Texten und damit dem neuen Neuen Testament und brenne. Es ist ir imperativ, der Mutter aller Archetypinnen, Maria Magdalena die nach eigener Aussage alle Facetten des Femininen verkörpert: Die Heilige und die Hure, alles - ihren ursprünglichen Kontext und uns die Ermächtigung zugänglich zu machen, die damit einhergeht, sodass es vielleicht einige von uns hier gibt die immer wieder realisieren können: Ich WUSSTE es. Darum bin ich damals rausgerannt bei den Konfi-Kids, war ich unangenehm und habe meinen starken Glauben an das Göttliche so lange verloren: Weil die Geschichte einfach nie wahr war.

Darüber werde ich in nächster Zeit mehr teilen - sehr viel mehr. Über die RosenLinie, die ursprünglichen Lehren und all die Missverständnisse die wir verlieren und Kräfte, auf die wir bauen können. Ich verstehe, wenn dir das in eine Richtung abbiegt die du nicht magst. Und ich freue mich auch, wenn du bleibst. Unangenehme Berührung im Herzen bedeutet, dass hier alter Schmerz liegt. Lass uns dem begegnen, und Erlösung finden: Lebendiger werden.

Basis

Ich bin ein bisschen sprachlos ob eurer Rückmeldungen zu meinem Beitrag gestern - es hat mich so berührt, denn für einen Teil von mir war es unglaublich verletzlich etwas, das mir so nah am Herzen liegt gerade und meinen Lebensweg so maßgeblich bestimmen wird wie dieses Herzensthema auf so viel Neugierde und Zuspruch trifft! Hier nun also mein zweiter Beitrag zu Maria Magdalena, der Mutter aller Archetypinnen, nach Selbstaussage „Heilige & Hure“ (um darauf hinzuweisen dass sie ALLES am Feminin verkörpert) aus der Jahrhunderte später dann eine sündige Prostituierte gemacht wurde, wie das mit so vielen Frauen getan wurde. Fallen dir direkt weitere Frauen an, mit denen so verfahren wurde? Lass sie mir so gern im Kommentar da, ich forsche als Historikerin (ja, ich habe tatsächlich einen Master in Geschichte ) so gern!

Maria Magdalena ist eine historische religiöse Gestalt – und zugleich eine Projektionsfläche der kollektiven Vorstellung, wie so viele andere lichtvolle Frauen. Bis zur Entdeckung ihres Evangeliums im 19. Jahrhundert, von dem ich im letzten Beitrag berichtet habe, mussten wir uns auf das Wenige verlassen, das in der Bibel von ihr übrig blieb. Und auf das leise Wissen in unseren Herzen darüber, wer sie wirklich gewesen sein könnte - und ich liebe, was ihr dazu kommentiert habt, dass dieses Wissen auf eine gefühlte Wahrheit in euch trifft, denn so war es bei mir auch!

Ab dem 4. Jahrhundert begannen die frühen Kirchenväter, Maria Magdalena als reuige Prostituierte zu bezeichnen.Diese Erzählung – dass Maria eine Sünderin gewesen sei und nicht die spirituelle Gefährtin Jesu – erfüllte gleich zwei Zwecke:Sie rechtfertigte den Ausschluss von Frauen aus geistlicher Autoritätund trennte menschliche Sexualität vom Heiligen, indem sie sie ins Profane, ins Weltliche, verbannte.

 

1969 entschuldigte sich die Kirche offiziell für diese frei erfundene Geschichte - nicht, dass das viel verändert hätte in der Art, wie sie gesehen wird. Das erinnert mich immer an Rufmord, für den sich danach entschuldigt wird - geschehen ist er trotzdem, und der Schaden ist entstanden. Und erst vor relativ kurzer Zeit wurde Maria Magdalena als das benannt, was sie war:„Apostelin der Apostel“ – die erste Zeugin der Auferstehung.Denn tatsächlich war Maria Magdalena als Jesus Partnerin, denn er „küsste sie auf den Mund“ (Philippus-Evangelium im Nag Hammadi Kodex II). Was war das für ein Moment für mich - zu realisieren: Es gibt so viel mehr und wahrere und ältere (!), also zeitnähere Schriften / Evangelien, die an den historischen Figuren viel näher dran waren als das im Konzil von Nicäa im 4. Jahrhundert beschlossene offizielle neue Testament mit seiner Sammlung von 27 Texten.

Die entscheidende Passage (Philippus-Evangelium, Logion 59)„Und die Gefährtin des Erlösers ist Maria Magdalena.Der Erlöser liebte sie mehr als alle Jüngerund er küsste sie oft auf den […].Die übrigen Jünger sagten zu ihm:›Warum liebst du sie mehr als uns alle?‹Der Erlöser antwortete und sagte zu ihnen:›Warum liebe ich euch nicht so wie sie?‹“

Wichtig für uns ist hier: Im koptischen Original ist das Wort nach „küsste sie oft auf den …“ beschädigt (eine sogenannte Lücke / Lacuna).Die meisten seriösen Übersetzer:innen ergänzen hier „Mund“, weil: das verwendete Verb philein (küssen) im Kontext intime Nähe meint, dieselbe Formulierung im Textzusammenhang geistige Übertragung / Einweihung beschreibt und Mund-Küsse in gnostischen Texten (welche diese neuen Evangelien allesamt darstellen) Symbol für Wissens- und Geistübertragung sind. Alle diese neuen neuen Evangelien, über die ich viel mehr berichten werde werden der Gnostik zugeordnet: Dem „selbst erlebten und erfahrenen Wissen“. Es entspricht meinem Grundsatz: Was ich nicht erleben oder fühlen kann hat keine Wahrheit für mich und damit auch keinen Wert.

Das Maria-Evangelium enthält keine „Kuss-Szene“, aber Maria ist dort die einzige, die Jesu Lehre wirklich versteht: Petrus zweifelt ihre Autorität explizit an (klassischer patriarchaler Konflikt), doch Levi verteidigt sie mit den Worten sinngemäß:„Wenn der Erlöser sie würdigte – wer bist du, sie zu verwerfen?“Wenn es dich auch schüttelt wenn du das Wort „Erlöser“ hörst dann lass dir doch hier nochmal kurz die ursprüngliche Bedeutung des Wortes erzählen: „Lebendiger gemacht zu werden“. Erlösung ist also nicht ein „sündenfreier Raum nach dem Tod“, denn in Maria Magdalenas Evangelium sagt Jeshua (Jesus) selbst: Es gibt keine Sünden. Verrückt oder? Was daraus gemacht wurde um Menschen gefügig und kontrolliert zu machen? Wow.

Was steht aber in Maria Magdalenas eigenem Evangelium? In ihrem Evangelium sagt Petrus zu ihr:„Schwester, wir wissen, dass der Erlöser dich mehr liebte als alle anderen Frauen.Sage uns die Worte des Erlösers, an die du dich erinnerst – die Dinge, die du weißt und wir nicht, weil wir sie nicht gehört haben.“

Und dann teilt sie mit ihm ihre Lehre der 7 Kräfte. (Erinnert dich das an etwas? Vielleicht an die späteren 7 Todsünden? )

Diese Worte bestätigen, was lange verdrängt wurde:Die Beziehung zwischen Jesus und Maria war einzigartig.Sie erhielt Lehren, die die anderen Jünger nicht erhielten.

Und die Jünger „did not Like it“. Eine Frau wurde ihnen „vorgezogen“. Der erste Bruch, der wirklichen Unfrieden sät.

Mein Fazit für heute, weil ich es nicht viel länger werden lassen möchte: Wenn man die Schriften wieder zusammensetzt, die bei der Entstehung der Kirche bewusst ausgeschlossen wurden,verwandelt sich Maria Magdalena vor unseren Augen:von der angeblich reuigen Sünderinzu der wichtigsten Präsenz im Leben Jesu,zu der Frau, die er am meisten liebte,und zu der spirituellen Führerin, der er tiefgehende Lehren anvertraute –damit sie sie weiterträgt.Zu uns.

Nicht als eine Randfigur oder der Papst bewahre - eine Prostituierte.Sondern als Trägerin einer Weisheit, die nie verloren war –nur zum Schweigen gebracht, und als die Archetypin der Archetypinnen: Die Liebende, und damit für mich als Begründerin der RoseLineage - der Rosenlinie. Wow. Wow. Wow.

Vielleicht weißt du jetzt warum ich so brenne - immer wenn die Wahrheit einer ermächtigenden Weiblichkeit nahe ist vergrabe ich mich darin. Ich spiele mit dem Gedanken, hierzu einen Kreis zu eröffnen, einen Erforschungs- und Erfahrungsraum mit ihren tatsächlichen Lehren und all den Transmissions, die sie und die gnostischen Evangelien zu geben haben zu öffnen, denn sie sind GROß und decken sich mit so viel östlicher Spiritualität. Hättest du hieran Interesse? Lass mir doch einen Kommentar da, und schreib auch was dich hieran am meisten überrascht, bewegt oder erfreut - denn Freude ist so viel in meinem Herzen seit diese Tür geöffnet wurde für mich!

Die 7 Mächte

Die sieben Mächte anstatt der 7 TodsündenAm dritten Tag heute möchte ich mit dir ein erstes Mal ganz konkret in die Lehren eintauchen, die Maria Magdalena in den drei Schriften, die tatsächlich überliefert sind. Dazu gibt es folgendes zu wissen: In den frühen christlichen Mysterienschulen gab es eine Praxis, die Kenosis genannt wurde.Sie bedeutet: sich leer machen für die Liebe. Ein leeres Gefäß zu werden, damit wir empfangen können - ein zutiefst weibliches Prinzip, oder? Nicht durch Verzicht oder Verdrängung, oder durch „bereuen“, wie das patriarchale Christentum sagen würde, sondern durch Bewusstheit. Durch Atem. Durch Intention.

Die Vereinigung von Seele und Ich geschieht nicht dadurch, dass wir unser Ego bekämpfen –sondern indem wir es durch Liebe durchdringen. Diese Weisheit fließt in Maria Magdalenas Lehren immer wieder - es geht nicht darum, Dinge von uns loszuwerden oder falsch zu machen und damit in den psychologischen Schatten zu drängen. Wusstest du übrigens, dass JC.G.Jung und Jesus unglaublich viele Überschneidungen in ihren Lehren haben? Mein Horizont explodiert momentan jeden Tag aufs Neue in der Ekstase des WOW - etwas in mir WUSSTE das und hat mich genau hierhin geführt.

 

Im Evangelium der Maria Magdalena spricht Jesus von sieben Kräften des Ego, die er mit ihr geteilt hat - und nur mit ihr. Dieses war wissen, dass nur eine Frau empfangen konnte, denn nur sie kann das Maskulin voll empfangen (in ihrem Körpergefäß). Darum war sie es auch, die ihn in seiner Auferstehung aus seiner Höhle bezeugte, überlieferter Weise als einziger Mensch / Apostel der dort war zu dem Zeitpunkt, denn sie hatte ihn gesalbt / geölt. Das übrigens war auch der Moment in der er zu ihr sprach: „Hafte nicht an mir an“, anstatt wie inkorrekt überliefert „Rühr mich nicht an (denn du bist unrein)“. Was für ein Unterschied in der Bedeutung! „Hafte nicht an meinem vergangenen Körper an, sondern empfange mich nun auf Herzens-Ebene“ - wow! Und natürlich machen wir daraus „Rühr mich nicht an, du bist unrein“. ARGH! Wenn dich das auch wütend macht und bewegt dann freu dich auf meine zukünftigen Beiträge, wir werden hier mit SO vielen Irrtümern aufräumen.

Später – im 6. Jahrhundert – wurden aus diesen Kräften die sogenannten „sieben Dämonen“,die Jesus angeblich aus Maria vertrieben habe, oft auch in Verbindung gebracht mit den sieben Todsünden.

Doch in Maria Magdalenas eigenen Evangelium sind es keine Dämonen.Es sind Kräfte, die wir alle in uns tragen.Und nichts davon ist beschämend, im Gegenteil: Sie alle sind ermächtigend. Sie führen uns in unser heiliges Feminin. Und dies kann nur durch eine Frau gelehrt werden an Männer, was der Grund ist warum Jesus dies ausschließlich mit ihr, nicht mit seinen männlichen Aposteln teilte.

Wir sind nicht hier, um diese Kräfte zu überwinden, zu verleugnen oder spirituell zu umgehen.Wir sind hier, um Mensch zu sein. Um unsere Männlichkeit und Weiblichkeit in einen Tanz zu bringen. Uns selbst so lange zu entleeren, bis wir nur noch Liebe sind. Das ist der Weg, den sie uns lehrt und den ich erforsche und gehe.

Unsere Aufgabe ist es, diesen Kräften bewusst zu begegnen.Zu bemerken, wann wir in einer von ihnen feststecken –denn sonst können wir Tage, Wochen, manchmal Jahre in einer einzigen davon gefangen sein.

Liebe bringt Freiheit. Im Aramäischen – einer der Sprachen, die Jesus sprach – bedeutet das Wort für „Tod“„an einem Anderen Ort existieren“.Nicht hier sein.Nicht anwesend sein in dieser Realität. Sondern woanders. Und dies ist mein tiefstes Gefühl der Wahrheit, und vielleicht einer der Gründe warum ich so gut Freund mit dem Tod bin. Ich fühle es nicht, dass jemand wirklich „weg“ ist. Die Wege sind nur Andere.

Der Weg der Kenosis ist deshalb ein Weg der Gegenwärtigkeit.Da zu sein, wo wir sind.Mit wem wir sind.Als wer wir gerade sind. In der Liebe, die allgegenwärtig durch unser Herz fließt. Das größte Geschenk des Weiblichen an das Männliche.

Maria Magdalenas Evangelium benennt diese sieben Kräfte klar:• Dunkelheit – wenn wir uns innerlich verschließen• Anhaften – wenn wir wollen, dass Menschen oder Dinge anders sind, als sie sind• Unwissenheit – wenn wir den Kontakt zu uns selbst verlieren• Übermaß – wenn zu viel von etwas uns aus der Balance bringt• Vergessen – wenn wir den Körper mit dem Selbst verwechseln und die Seele überhören• Der Körper – wenn wir seine Weisheit ignorieren und in Gewohnheiten erstarren• Zorn & Groll – nicht die heilige Wut für Gerechtigkeit,sondern die zerstörerische, die andere und uns selbst verletzt

In den kommenden Tagen werden wir diese 7 Kräfte untersuchen - gemeinsam forschen, wenn du magst. Ich brauche dich hier. Du bist genau so eine Autorität in ihrer Energie wie ich, denn sie ist in dir wie sie in mir ist. Wir alle sind sie. Die RosenLinie. Wenn wir es wählen, weil wir es in uns finden. Jemand sagte mal: Wir könnten Gott nicht suchen, wenn er uns nicht längst gefunden hätte. Du könntest Maria Magdalena nicht suchen, wenn sie dich nicht längst gefunden hätte.Wie schön, dass du hier bist. Was hat dich heute bewegt an diesem Beitrag? Was wird lebendig in dir? Welche Sehnsüchte regen sich vielleicht in dir?

Es gibt keine Sünde

Ich wette, wenn du meine letzten Beiträge gelesen hast bist du super neugierig, wie denn jetzt das Evangelium von Maria Magdalena konkret lautet! Wir werden also ein wenig praktischer. Hier ist die erste Seite / der Anfang des Evangeliums der Maria Magdalena in deutscher Übersetzung, so wie er aus dem Berliner Kodex (Papyrus Berolinensis 8502) überliefert ist.Wisse bitte: Der Anfang des Textes ist beschädigt. Die ersten 6 Seiten fehlen vollständig. Für uns als Historiker ist das eine spannende Sache, über die wir Schlaf verlieren (ich zumindest). Warum fehlen sie? Wer hat sie aus welchen Motiven entfernt aus allen drei Schriften? Maaaaaah *Haare rauf* Was wir also haben, beginnt mitten in einer Rede Jesu.Alles, was davor lag, ist verloren

Evangelium der Maria – Beginn des erhaltenen Textes:

„… Wird die Materie also zugrunde gehen oder nicht?“Der Erlöser sprach:„Alle Naturen, alle Gestaltungen, alle Geschöpfe bestehen miteinander und werden wieder ineinander aufgelöst.Denn die Natur der Materie löst sich auf bis zu ihrer eigenen Wurzel.Wer Ohren hat zu hören, der höre.“

Petrus sprach zu ihm:„Da du uns alles erklärt hast, sage uns auch dies:Was ist die Sünde der Welt?“

Der Erlöser antwortete:„Es gibt keine Sünde.Vielmehr seid ihr es, die Sünde hervorbringen,wenn ihr handelt nach der Natur der Untreue,die Sünde genannt wird.“

„Darum kam das Gute in eure Mitte,zu dem, was der Natur eines jeden entspricht,um sie zu ihrer Wurzel zurückzuführen.“

Dann fuhr er fort und sprach:„Darum werdet ihr krank und sterbt,weil ihr liebt, was euch täuscht.Wer Einsicht hat, der verstehe.“

 

Tiefer Atemzug. Nun lies nochmal, langsam. Spür dabei in deinen Körper. wie reagiert er? Bevor du weiterliest und meinen Kommentar und Interpretation hierzu liest mag ich dich einladen, selbst direkt mal zur Kommentarspalte zu hüpfen und dort zu hinterlassen was dieser Beginn des Evangeliums mit dir macht. Was ist überraschend für dich? Was neu? Was verstehst du nicht? Wozu hättest du gern mehr Infos? Es braucht hier, wie immer beim Lesen und Interpretieren von uralten Texten, ein wenig Fingerspitzengefühl und das Hinauswachsen über das Wort an sich - oft ist es aber das Gegenteil, das wir hineinwachsen dürfen in das Wort.

Hier also mein kurzer Kommentar zum Anfang des Evangeliums von MariaIch weiß noch wie mir der Mund offen stand als ich bei Meggan Wattersons Buch „Mary Magdalene Revealed“ (HIGHLY RECOMMEND!!) hörte, dass es in Jesu Worten tatsächlich keine Sünde gibt, sondern nur Untreue (dem Selbst gegenüber). Sünde in der ursprünglichen Wortbedeutung übrigens ist das „Abkommen vom Wege“, „Buße“ hingegen das „zurückfinden auf den Weg“ (Quelle: Mein Liebster im Auto heute, haltet ihn accountable ) Sünde ist hier also keine moralische Schuld, sondern Entfremdung vom eigenen Wesen.Ich denke an Ablassbriefe (erinnerst du dich an Geschichte / Religion und Martin Luther - die Kirche mit den Ablassbriefen, die sich so entfernt hat vom ursprünglichen Weg, und der sie dann auch spaltete?) Was wäre alles so nicht geschehen wenn wir uns diese Worte nicht so absurd interpretieren hätten lassen? Erlösung bedeutet Rückkehr zur Wurzel, nicht Gehorsam, nicht Opfer, nicht Unterwerfung. Ich mag hier nochmal kurz einwerfen, dass „salvation“ im ursprünglichen Wortsinne übersetzt bedeutet „lebendiger gemacht zu werden“. Es gibt einen weiteren Ausspruch von Jesu in diesem Evangelium, dem wir uns noch widmen werden: „Auferstehe in diesem Leben.“ Stirb alle Tode des Egos, und auferstehe als wahrhaftig du in diesem Leben.Wow. Und der dritte Punkt: Krankheit und Tod werden nicht bestraft,sondern als Folge von Täuschung und Identifikation mit dem Uneigentlichen verstanden. Dem, was nicht Wahrheit ist in uns. Den Masken, dem Unwesentlichen, dem was nicht wichtig ist und was wir wichtig machen.

Der Anthropos

Ich mag heute für dich den Menschen so malen, wie Maria Magdalena und Jesus sie nach den frühesten Schriften begleiten und erkennen würden, nämlich nicht als "sündig" oder "reuig", all das was die Kirche aus Machtgründen dazuerfunden und interpretiert hat, sondern als das, was immer da war –und durch die sieben Mächte verdeckt, fragmentiert und vergessen wurde.Natürlich tue ich das, wie du das jetzt schon kennst, auf tiefenpsychologischer Ebene und historisch akkurat. (Die meisten meiner Erkenntnisse stammen aus dem neuen und direkten Übersetzen der koptischen und griechischen Originale - denn in denen stehen wirklich ganz ANDERE Worte).

Der wahre Mensch ist der genannt "Anthropos". Er steht im Horizont der sieben Mächte, die Maria Magdalena nennt in ihrem lange verlorenen und im späten 19. Jahrhundert wiedergefundenen Evangelium, und die verändert wurden zu "den 7 Dämonen" die sie angeblich besessen haben. (Jaaaa, klar, danke Patriarchat. -.-*)

Das Grundverständnis ist zuerst einmal:Anthropos ist nicht:-der perfekte Mensch-der geläuterte Mensch-der moralisch richtige Mensch

Sondern Anthropos ist: -der Mensch in ungeteilter Erinnerung seiner Herkunft.Er ist:-vollkommen menschlichund GLEICHZEITIG (siehe Konzil von Chalkedon im Jahr 451 n. Chr.) - vollkommen göttlich.Was bedeutet das? Theologisch bezog sich dieser Beschluss formal auf Christus.Aber anthropologisch hatte er sehr sehr große Konsequenzen:Er verwarf die Vorstellung, dass das Göttliche den Menschen „übersteigt“ oder den Körper ersetzen müsse. (Darum bin ich davon überzeugt, dass der historische Yeshua ein sexuelles Wesen war und durch die vielen Hinweise in den Schriften die wir haben eben tatsächlich der Partner von Maria Magdalena.)Dieser Beschluss bestätigte nun also: Göttlichkeit widerspricht Menschlichkeit nicht!Erlösung geschieht nicht durch Entmenschlichung, sondern durch volle Verkörperung! WAHNSINN. Oder? Wie konnte man uns das vorenthalten?

Hier finden wir jedoch nochal eine die Spannung zu den gnostischen Texten wie dem Evangelium von Maria Magdalena,

Während Chalkedon diese Einheit einmalig an Christus bindet,verstehen gnostische Anthropologien (Anthropos-Lehre) diese Einheit als menschliches Potenzial, das erinnert werden kann.Das heißt also:-nicht gespalten in Körper vs. Geist-nicht identifiziert mit Rollen, Mächten oder Zuständen

Hier gilt also: Diese sieben Mächte sind dabei keine Feinde.Sie sind Zustände des Bewusstseins, die ein Mensch durchläuft, wenn er den Kontakt zu sich selbst verliert.Es geht immer um die Bewusstwerdung, das Erkennen, das Fühlen und das Verkörpern. Durch die ersten 5 Stufen wie du im Schaubild siehst (und keine Sorge, wir gehen in den kommenden Tagen alle 7 Kräfte in ihrer Tiefe und Heilkraft für das menschliche Wesen in der Tiefe durch!) werden wir grauer, grauer, grauer (unlebendiger = unerlöster!) bis wir in den Körper fallen in Stufe 5, bzw. der Körper uns krank macht oder unser Leben beendet! Wenn wir ihn den Weg weisen lassen, dann führt er uns wieder zurück auf unseren Weg (die ursprüngliche wörtliche Übersetzung des Worts "Buße" übrigens!), und die Wut als Signalgeber und heilige Kraft wird uns befreien! Wow. Wow. Wow.

Ich hoffe ich konnte dir heute zeigen: Diese 7 Mächte sind keine "Dämonen", die Maria Magdalena besessen haben, sondern sie sind Zustände der Entfremdung von Anthropos.

Der Fund

Was zur Hölle ist denn Gnostik überhaupt? Svenja, was meinst du wenn du sagst "in den gnostischen Schriften?" Ich bin SO froh, dass du fragst! Bitte stelle IMMER alle neugierigen Fragen. Wir lieben Neugierde! Hier die Antwort, die ich diesesmal mit meiner KI zusammen recherchiert und zusammengefasst, weil ich zu schnell abschweife:Ich versuche dir kurz und knapp einen Überblick zu geben über das, was ich in den vergangenen Monaten durch deep research herausgefunden habe. Du brauchst dafür ein paar Minuten. Los geht´s:

Die verborgenen Evangelien: Gnosis und Orthodoxie im frühen Christentum

Im Dezember 1945 machte ein ägyptischer Bauer einen sensationellen Fund in Oberägypten. Muhammad Ali al-Samman war nahe der Stadt Nag Hammadi unterwegs, um natürlichen Dünger zu sammeln, als er auf einen großen Tonkrug stieß. Zunächst zögerte er – in der lokalen Folklore warnte man vor Dschinns, bösen Geistern, die in versiegelten Gefäßen lauern könnten. Doch die Hoffnung auf einen Schatz war stärker als die Furcht vor Geistern. Er zerbrach den Krug – und fand tatsächlich Gold, allerdings nicht in Form von Münzen oder Juwelen, sondern in Form von antiken Büchern. Insgesamt kamen dreizehn in Leder gebundene Papyrus-Manuskripte zum Vorschein, die fast zweitausend Jahre im Wüstensand verborgen gewesen waren.

Muhammad Ali war sich des Wertes dieser Schriftstücke nicht sofort bewusst. Einige Seiten landeten im Küchenfeuer seiner Mutter – sie nutzte das geheimnisvolle Papyrus als Zündmaterial für den Ofen. (We all know them mothers ) Doch bald erkannte man, dass hier ein Schatz der frühen Christenheit geborgen worden war. Teile der Fundstücke gelangten über Umwege an einen Priester und schließlich – nach dramatischen Verhandlungen auf dem Antiken-Schwarzmarkt – in die Hände von Wissenschaftlern (unter Anderem, du hast es dir schon gedacht: Zu Carl Gustav Jung!!) Man spricht heute von der Nag-Hammadi-Bibliothek, einer Sammlung von 52 Texten in koptischer Sprache, darunter mehrere bislang unbekannte Evangelien. Dieser Fund erschütterte die Gelehrtenwelt und sollte unser Bild der frühen Christentums nachhaltig verändern.

Verbotenes Wissen: Was die Gnostiker glaubtenBei der Untersuchung der fragilen Bücher stellte sich heraus, dass es sich um Schriften einer frühchristlichen Strömung handelte, die lange in Vergessenheit gelegen hatte. Die Autoren dieser Texte waren Mitglieder einer Bewegung, die man Gnostiker nennt – abgeleitet vom griechischen Wort gnōsis für „Erkenntnis“ oder geheimnisvolles Wissen. Ihre Werke – darunter das Evangelium nach Thomas, das Evangelium nach Philippus und das Evangelium der Wahrheit – enthielten alternative Erzählungen und Lehren über Jesus und seine Botschaft. Wissenschaftliche Analysen datieren viele dieser Texte auf das 2. Jahrhundert (circa 120–150 n. Chr.). Erstaunlicherweise spiegeln sie eine Form des Christentums wider, die deutlich anders war als die Lehren der späteren staatlich anerkannten Kirche. Während die offizielle Kirche – die sich selbst als „orthodox“ (rechtgläubig) betrachtete – lehrte, dass ein tiefer Graben zwischen Gott und den Menschen besteht (wir brauchen das, um den Anderen gefügig zu machen, damit er an Autoritäten glaubt, weißt du?), glaubten die Gnostiker, dass in jedem (!) Menschen ein Funke des Göttlichen zu finden ist.

Die größte Säule, die mich letztendlich auch bekommen hat weil es so MEIN Weg der letzten 10 Jahre unabhängig von der Gnostik war:Selbsterkenntnis sei der Schlüssel zur Gotteserkenntnis – wer sich selbst wirklich erkenne, erkenne damit auch Gott im Inneren. Diese Idee, dass das Selbst und das Göttliche im Kern eins seien, stand im krassen Gegensatz zur orthodoxen Vorstellung, nach der der Mensch nur durch äußere Hilfe (etwa durch die Kirche und ihre Sakramente) zu Gott finden könne. Ebenso unterschiedlich war das Verständnis von Jesus’ Botschaft: In den neutestamentlichen Schriften predigt Jesus vor allem von Sünde, Reue und Vergebung, wohingegen der Jesus der gnostischen Texte über Illusion und Erleuchtung spricht. Für die Gnostiker war die materielle Welt oft eine Art Illusion oder das unvollkommene Werk eines niederen Schöpferwesens (häufig "Demiurg" genannt). Erlösung bedeutete für sie vor allem das Erwachen zur wahren geistigen Wirklichkeit durch Erkenntnis. Diese Betonung auf persönlicher spiritueller Einsicht statt auf blinder Glaubensgehorsamkeit verlieh der gnostischen Bewegung eine mystische, beinahe philosophische Tiefe – machte sie aber zugleich verdächtig in den Augen der entstehenden orthodoxen Kirche.

Kampf um die wahre LehreBereits im 2. Jahrhundert entbrannte ein theologischer Machtkampf in der Christenheit. Wenn wir uns mal hineinversetzen: Was in 100 - 150 Jahren an Geschichten verändert wird und an Tatsachen durch Mythen ersetzt wird ist ja oft heutzutage schon krass, aber damals, als es so wenig Vernetzung und Schriftformen gab? Herausfordernd. Verschiedene Gruppen wetteiferten darum, wie die Lehren Jesu zu verstehen seien und wer das wahre Christentum vertrete. Was wir heute als das „orthodoxe“ Christentum kennen, war damals nur eine von vielen Richtungen – aber eine, die zunehmend an Einfluss gewann. Die sogenannten Kirchenväter (wie Irenäus von Lyon oder Tertullian von Karthago) verurteilten die gnostischen Lehren leidenschaftlich als Irrlehren und bemühten sich, deren Anhänger zu isolieren. Aus ihrer Sicht untergruben die Gnostiker die Grundlagen der jungen Kirche: Indem die Gnostiker behaupteten, jeder Mensch könne durch inneres Wissen Gott unmittelbar erfahren, stellten sie die Notwendigkeit der kirchlichen Hierarchie in Frage. Liest du immer wieder bei mir, dass ich dich einlade, zu einer Autorität der Maria Magdalena für DICH zu werden? Das ist die Gnostik: Wir alle sind unhierarchisch, auf einer Stufe, denn wir alle können sie erfahren. Jetzt. Hier. Sofort.Damit lässt sich natürlich wenig Macht und Unterwerfung ausüben. Die Orthodoxie betonte dagegen Einheit und Autorität – „Ein Gott, ein Bischof“ lautete das Motto, das die entstehende Großkirche festigte. So etablierte sich ein straffer organisatorischer Rahmen: Eine klare Bischofsstruktur, verbindliche Glaubensbekenntnisse und der Ausschluss abweichender Schriften.

Die gnostischen Schriften selbst gerieten in akute Gefahr. Besitz solcher Schriften wurde im Römischen Reich bald als Verbrechen angesehen, sobald die orthodoxe Fraktion genügend Macht erlangt hatte. Historiker nehmen an, dass viele dieser Evangelien nur deshalb überdauert haben, weil ihre Besitzer sie rechtzeitig versteckten – etwa indem sie die Bücher vergruben – um sie vor konfiskierenden Händen zu retten. Ein konkretes Indiz dafür ist der Fundort der Nag-Hammadi-Bibliothek: Die Manuskripte lagen in einem versiegelten Krug, was darauf hindeutet, dass jemand sie absichtlich verbarg, vermutlich aus Furcht vor Verfolgung. Tatsächlich erließ Bischof Athanasius von Alexandria im Jahr 367 n. Chr. einen Osterfest-Brief, in dem er den Gebrauch „apokrypher“ (nicht anerkannter) Bücher strikt verbot. Kurz darauf wurden vielerorts solche Schriften eingesammelt und vernichtet – wohl der Moment, in dem ein Mönch oder Gläubiger in Oberägypten entschied, seine kostbaren gnostischen Bücher lieber in der Wüste zu verstecken, als sie der Flamme preiszugeben.

Die Folgen dieser Entwicklung waren dramatisch: Die Gnostiker verschwanden allmählich aus der offiziellen Geschichte. Ihre Gemeinden lösten sich auf oder gingen in der Mehrheitskirche unter, ihre Lehren wurden als Häresie gebrandmarkt. Über viele Jahrhunderte wusste man von den gnostischen Christen fast nur aus den Schriften ihrer Gegner – polemische Traktate, die sie als gefährliche Ketzer darstellten. Die Orthodoxie hatte gesiegt und schrieb die Geschichte der Kirche fortan aus ihrer Sicht. Das Christentum entwickelte sich entlang der von der siegreichen Kirche festgelegten Linie, während alternative Vorstellungen – wie jene der Gnosis – unterdrückt oder vergessen wurden.

Wiederentdeckung und Bedeutung der GnosisErst die Wiederentdeckung der verborgenen Evangelien von Nag Hammadi im 20. Jahrhundert ließ diese verlorene Welt der frühen Christenheit wieder auftauchen. Als die staubigen Pergamente endlich von Experten übersetzt wurden – ein Prozess, der wegen illegalem Antiquitätenhandel und juristischen Streitigkeiten Jahrzehnte dauerte –, staunten Historiker und Theologen über den Einblick in ein verschollenes Kapitel der christlichen Geschichte. Die Texte bewiesen, dass das frühe Christentum wesentlich vielfältiger war, als lange angenommen. Offenbar existierten von Anfang an verschiedene Auffassungen darüber, wer Jesus war und was seine Botschaft bedeutete. Die Vorstellung, es habe von Beginn an eine einheitliche, immer schon „wahre“ Lehre gegeben, erwies sich als Legende der Sieger. Stattdessen wird nun klar: Im Ringen um die rechte Lehre setzten sich gewisse Ideen und Machtstrukturen durch – andere, wie die der Gnostiker, wurden an den Rand gedrängt.

Die wiederentdeckten gnostischen Evangelien laden heute dazu ein, Fragen neu zu stellen, die lange als beantwortet galten. Warum zum Beispiel gewann die orthodoxe Richtung letztlich die Oberhand? War es ihre straffe Organisation, ihre Betonung von greifbaren Ritualen und Märtyrern, die den Zusammenhalt stärkte? Oder lag es daran, dass ihre Lehre für breitere Bevölkerungsschichten zugänglicher war, während die Gnosis eher eine elitäre, schwer fassbare Spiritualität vertrat? Elaine Pagels – die Historikerin, die diese Funde populär gemacht hat – formulierte das Ziel, zu ergründen, weshalb die gnostische Variante des Christentums fallen gelassen wurde zugunsten jener Form, die fortbestand. Die Antworten sind vielschichtig: politische Machtfragen, soziale Entwicklungen und theologische Überzeugungen spielten alle eine Rolle. Sicher ist, dass die etablierte Kirche vieles tat, um ihre Lehre als allein selig machend darzustellen und konkurrierende Stimmen zum Verstummen zu bringen.

Heute, da die Texte aus Nag Hammadi frei zugänglich sind, kann sich jede von uns ein Bild von dieser verlorenen Perspektive machen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, weil es mich so wie euch elektrisiert und wir wieder finden wollen was uns genommen wurde: Das gesamte heilige Weibliche. 50% der Sofia, der Weisheit, fehlen uns! Und wir erschaffen sie durch uns und in uns neu. Und ich liebe es, dass du dabei bist!

Die Gnosis präsentiert sich als faszinierende Mischung aus philosophischem Tiefgang, mystischer Innenschau und radikaler Interpretation des Christentums. Ihr Schicksal – aufgeblüht und dann unterdrückt – erzählt eine spannende Geschichte darüber, wie Geschichte geschrieben wird: oft von den Gewinnern, während alternative Erzählungen im Wüstensand vergraben auf ihre Wiederentdeckung warten. Die Einführung in die Welt der Gnostiker und ihrer Evangelien öffnet ein Fenster in eine Zeit, in der noch offen war, was Christ-Sein bedeuten sollte. Es ist eine Einladung, über Glauben und Wissen, Offenbarung und Macht nachzudenken – und darüber, wie anders das Christentum vielleicht hätte aussehen können, wenn diese verborgenen Evangelien nicht für so lange Zeit im Dunkel geblieben wären.

Auferstehe in diesem Leben: 
Die Erlösung!

Die Er-Lösung ist für das heilige Weibliche nicht der Aufstieg in irgendwelche Sphären jenseits des irdischen Lebens, sondern die Spirale hinein ins eigene Sein. Noch tiefer ins Leben.Zutiefst tantrisch.

Weiter hinauf ist weiter hinein.Weiter hinauf heißt nicht: weg von dir.Es heißt: tiefer hinein.

„Wenn jene, die euch führen, zu euch sagen

:›Seht, das Reich ist im Himmel‹,dann werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen.Wenn sie sagen: ›Es ist im Meer‹,dann werden euch die Fische zuvorkommen.Vielmehr ist das Reich in euch und außerhalb von euch.“-> Logion 3

Erleuchtung ist kein Aufstieg über den Körper,keine Flucht aus dem Menschlichen,kein moralischer Gipfel.

"Wahrheit wird nicht gesehen, sondern erkannt.Erkenntnis ist eine Vereinigung, kein Aufstieg."-> Evangelium nach Philippus

Erleuchtung ist also ein Abstieg nach innen.In die Schichten, die du gelernt hast zu meiden.In die Gefühle, die man dir abtrainierte.In den Leib, der sich erinnert, bevor Worte entstehen.

Maria Magdalena spricht nicht von einer Leiter zum Himmel.Sie spricht von einer Spirale nach innen.Je weiter du gehst,desto weniger trennst du Geist und Fleisch,Liebe und Erkenntnis,Gott und Mensch.

Und dann dieser zweite Satz:„Auferstehe in diesem Leben.“

Nicht später.Nicht nach dem Tod.Nicht als Belohnung.

"„Diejenigen, die sagen, sie würden zuerst sterben und dann auferstehen, irren sich.Wenn sie die Auferstehung nicht empfangen, solange sie leben,werden sie nichts empfangen, wenn sie sterben.“-> Evangelium nach Philippus

 

Auferstehung ist kein Ereignis am Ende der Zeit.Sie ist ein innerer Vorgang.Jetzt.Hier.Im gelebten Leben.

Auferstehen heißt:wieder fühlen, wo du dich totgestellt hast.wieder bewohnen, was du verlassen musstest.wieder lieben, wo Angst dich eng gemacht hat.

"„Die Erlösung ist das Erwachen aus dem Schlaf.Wer erkennt, steht auf.“"-> Evangelium der Wahrheit

Wir erkennen: Maria Magdalenas Botschaft ist radikal leiblich:Du musst nicht erlöst werden –du musst lebendig werden.

Nicht durch Glauben.Sondern durch Erinnerung.

Und wer weit genug nach innen geht,steht auf –mitten im Leben.Wenn du Lust hast auf eine Übung dann sprich diesen Satz mit geschlossenen Augen aus: "Weiter hinauf ist weiter hinein. " Und spüre der Lebendigkeit nach. Wo in deinem Körper fühlst du es? Wohin sprechen sich die Worte durch dich? Welche Stellen können sie nicht erreichen? An welchen Stellen ist also momentan keine Lebendigkeit, und damit Erlösung, möglich?

Die erste Macht: Dunkelheit

„Und die Seele begann aufzusteigen.Sie begegnete der ersten Macht,die genannt wird: Dunkelheit.“(EvMaria 15,1–2)

Ich habe dir versprochen, dass wir in die 7 Mächte eintauchen die im lange verschollenen Evangelium der Maria Magdalena Stück für Stück untersuchen und er-schöpfen. Lass uns heute mit der ersten Macht beginnen: Der Dunkelheit. Erinnere dich bitte (oder scroll nach unten auf meinem Feed): Die 7 Mächte sind der Weg der Seele als Mensch, das Vergessen und schließlich Erinnern und Befreien der eigenen Göttlichkeit, des vollkomenen Menschen: Des Anthropos. In ihrem Evangelium teilt Maria Magdalena wortwörtlich das Wissen, das der Erlöser ihr in einer Vision der Seele übermittelt hat.Dort begegnet die Seele nacheinander den 7 Mächten – und die erste ist die Dunkelheit.Es beginnt mit dem Zitat oben: „Und die Seele begann aufzusteigen.Sie begegnete der ersten Macht,die genannt wird: Dunkelheit.“

Dann folgt:„Woher kommst du, du, die du gebunden bist?Oder wohin gehst du, du, die du gelöst bist?“

 

Die Antwort der Seele:„Ich wurde gebunden in der Welt,und ich wurde gelöst aus der Welt.Und ich wurde erkannt,und ich habe erkannt.“

Die Reaktion der Macht:„Du hast gerichtet,und du bist nicht gerichtet worden.“

Danach lässt die Dunkelheit die Seele passieren. Der Aufstieg der Seele geschieht hier überhaupt nicht NACH dem Tod, sondern beginnt nach der Inkarnation (Fleisch-Werdung wortwörtlich) mit dem Erinnern an den eigenen Weg. Daran dürfen wir uns immer wieder erinnern: Es geht nicht darum, Buße zu tun oder um Erlösung zu bitten NACH dem Ableben, sondern es geht darum, "in diesem Leben wiederaufzuerstehen" (Eine andere unglaublich wichtige Stelle in den gnostischen Schriften". Übrigens: Die "Sünde" ist wortwörtlich das Abkommen vom eigenen Weg, und die "Buße" das wieder-zurückfinden auf den eigenen Weg.

Wenn wir uns den Wortlaut anschauen, dann fühlen wir sofort:Die Dunkelheit hält, bindet, verwirrt. Sie nimmt uns in sich auf, und wir fangen aus unserer Orientierungslosigkeit an, anzuhaften (die 2. Macht) an dem, was wir wissen, an das zu klammern was uns erklärt wird was richtig ist - denn wir haben uns selbst verloren. ich liebe es, der Dunkelheit in mir zu begegnen. Es sind ganz einfach die Orte, die im Unbewussten liegen. Dort, wo noch kein Licht hinscheint. Das Licht löst die Dunkelheit nicht auf oder ersetzt sie, sondern es be-reich-ert sie. Es fügt hinzu, und macht sie wert-voll. Andersherum gäbe es ohne die Dunkelheit kein Licht, kein Strahlen, keine Sonne. Beides bedingt einander. Wenn wir jedoch vor unserer eigenen Dunkelheit weglaufen und sie unterdrücken, dann wird sie uns unterdrücken (Carl Gustav Jung) und wir werden sie "Schicksal" nennen. Die Dunkelheit prüft Herkunft und Ziel. Nur in der Dunkelheit können wir lernen, uns zu orientieren. Wir lernen, uns auf uns zu besinnen. Alle Sinne zu schärfen. Uns zu fühlen. Uns in unserem Inneren einzurichten mit allem, was dort zu finden ist. Im Evangelium des Thomas (eine weitere gnostische Schrift) steht geschrieben: „Jesus sprach:Wenn ihr das hervorbringt, was in euch ist,wird das, was ihr hervorbringt, euch retten.Wenn ihr das nicht hervorbringt, was in euch ist,wird das, was ihr nicht hervorbringt, euch vernichten.“(EvThom Logion 70)

Die Dunkelheit als erste Macht lädt uns ein an den Ort in uns, den wir vermeiden - und der uns vermeidet und all das in uns verborgen hält, was wir uns wirklich wünschen. Wenn wir an diese Orte nicht gehen wird es uns alle Liebe und Glückseligkeit, Gesundheit und Erfüllung und ultimativ den Frieden zu Lebzeiten verwehren. Das ist für mich übrigens hier viel weniger Religion als viel mehr Psychologie! Schattenarbeit eben. Und die findet in der Dunkelheit statt. Weiter geht es ebenfalls im Thomas Evangelium:

„Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen,bis er findet.Wenn er findet, wird er erschüttert sein.Wenn er erschüttert ist, wird er staunen,und er wird über das All herrschen.“(EvThom Logion 2)

Diese Worte möchte ich für sich selbst sprechen lassen. Ich bin in den vergangenen 7 Jahren diesen Weg gegangen ohne eine Ahnung zu haben, dass er in den uralten Schriften steht - und bin einfach nur voller Dankbarkeit darüber, wie sich Fäden zusammenführen. Ich bin geführt. Immer.

Zurück zur Dunkelheit: Sie verliert ihre Macht durch Erkenntnis, wie wir hier sehen können. Wir sehen, wir finden. Bewusstsein strahlt Licht an die dunklen Orte, wenn wir uns in ihr bewegen. Aber keine Sonne, kein blendendes Licht sondern Erkenntnis und Zuwendung. Sanft-Werdung ersetzt die Verbannung. Wir werden wieder ganz. Es integriert sich. (Kannst du auch Anteile- Arbeit nennen wenn du das möchtest ) Und das Ganze folgt auch quantenphysikalischen Gesetzen: Bewusstsein aktiviert Teilchen. Wenn kein Bewusstsein anwesend ist, ist keine Lebendigkeit da.

Wichtig für die Dunkelheit ist mir auch, dass wir sie so gern bewerten. Wir fühlen uns in all der Dunkelheit in uns so hässlich, so minderwertig, so ungeliebt. Es ist sehr verletzlich, sich diesen Orten in sich selbst zuzuwenden, und dann noch verletzlicher, sie in den Kontakt mit anderen Menschen zu bringen. Und gleichzeitig ist genau das das, was uns heilt. So sehr.

Einladung für dich zur Kontemplation: Wo sind die dunklen Stellen in dir, die du vermeidest? Die du beschönigst / optimierst, versteckst, überdeckst, kontrollierst? Deine Hässlichen Seiten, die genau so wahr und willkommen sind wie deine Schönheit? Lass hierzu so gern auch Kommentare da!

Ich möchte als Historikerin die ich bin gern nochmal einen Disclaimer geben, vielleicht gerade auch für alle die ganz neu hier sind: Die gefundenen nicht-kanonischen Evangelien (wie das der Maria Magdalena & des Thomas oben) sind fragmentarisch (einige Lücken im Papyrus). Maria spricht hier selbst – sie berichtet, was der Erlöser sie gelehrt hat. Meine Interpretation ist wie die von jeder (ich nutze gern das generische Feminin) durch meine eigene Brille und meinen eigenen Hintergrund im Mystischen gefärbt. Ich er-kenne was ich kenne, ich sehe was ich be-leuchte und ich mache Sinn wo sich der Sinn in mir zusammensetzt. Deine Interpretation ist Willkommen - ultimative Wahrheiten, die andere Wahrheiten exkludieren sind hier nicht willkommen. Bereichere uns gern mit dem, was du mitbringst als Sofia - als gelebte Weisheit - aber peitsche uns bitte nicht mit patriarchal-kirchlichem Geblubber. Das hatten wir schon zweitausend Jahre. Es ist Zeit für das göttliche Feminin (Maria Magdalena), das sich zum göttlichen Maskulin (Jeshua) gesellt!

Anhaften & Begierde: Die 2. Macht

Uuuuh, jetzt wird es juicy. Da sagt eine Tantrika & Historikerin wie ich, dass Begierde zu den "dunklen Mächten" gehört? Lass mich erklären.

Nachdem wir gestern die Dunkelheit als die erste der 7 Mächte betrachtet haben, die den Erdling (Menschen) vom Anthropos (dem vollständigen Menschen nach den gnostischen Schriften) fernhalten, geht es heute einen Schritt weiter.

Die Lehre von den Mächten begegnet uns vor allem im lange verschollenen und im vorletzten Jahrhundert endlich wiederentdeckten Evangelium der Maria,ergänzt durch Motive aus dem Evangelium nach Philippusund dem Evangelium nach Thomas, gnostischen Schriften die ab dem 3. Jahrhundert nach Christus verbannt wurden um ein patriarchales und ad absurdum geführtes Christentum aufbauen zu können. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Zeit von / nach Jesus und vor dem Christentum wie wir es kennen aufzusuchen, zu untersuchen und zu rekonstruieren für all diejenigen von uns, die schon immer gefühlt haben dass da "etwas schräg lief" und viele, viele Dinge verbrannt, verbrannt und vergessen wurden. Vor allem das göttliche Weibliche in Form der Maria Magdalena.

 

Zur 2. Macht: Im Evangelium der Maria (BG 8502, 7,1–2) heißt es:„Die zweite Macht ist die Begierde.Sie sprach:›Ich sah dich herabsteigen,und nun steige ich auf,denn ich habe dich ergriffen.‹“(Übersetzung sinngemäß nach Coptic/Griechisch)

Was mir hier sofort auffällt: Die Begierde verfolgt die Seele, sie „ergreift“ sie, sie bindet sie durch etwas, das Halt verspricht. Ich fühle das weniger als einen moralischen Vorwurf, sondern mehr als eine Beziehungsbeschreibung.Im Evangelium der Maria beschreibt Jesus den Aufstieg der Seele nach dem Tod – und die Mächte, die sie dabei binden, verwirren oder aufhalten. Denn wenn wir in der Dunkelheit die Orientierung verloren haben, wenn wir überhaupt kein Gefühl mehr für unser wahres Sein aus seelischer Ebene jenseits der Ego-Anhaftungen an Leiden & Schmerz haben, dann beginnt der Überlebenskampf in uns. Wir haften an. Wir klammern. An alles, was uns Sicherheit verspricht. Alte Programme aus unserer Kindheit, Verhaltensmuster, die Identifzierung mit unserem Schmerz und all den Dingen, mit denen wir hadern, den Ängsten, der Bedrohung durch das Leben selbst, unser nicht-genug sein und all das, was zu unserem Schatten gehört. Wir beginnen zu klammern und anzuhaften, weil das vermeintlich die einzigen stabilen Säulen und Fundamente von "so ist es" sind, die uns bleiben wenn wir als Mensch die Erfahrung machen, dass wir plötzlich getrennt und in der Erfahrung von Rivalität und Liebe unter Bedingungen gefangen sind. Was für ein Schock für die Seele. Und: Es gehört zur menschlichen Erfahrung, die Einheit zu vergessen. Sonst wäre das Spiel (die Sünde = das Abkommen vom Weg) nicht möglich! Ganz wichtig:Das hier verwendete Wort, das dir vielleicht auch schon aufgestoßen ist ist "Begierde". "Begierde" (griech. epithymía) meint nicht primär Sexualität. In gnostischem Kontext bedeutet Begierde das Sich-Festmachen an etwas Äußerem, um inneren Halt zu ersetzen. Boom oder? Das können in unserem fragilen Mensch- sein also Menschen, Anerkennung, Macht, Sicherheit, materielle Dinge sein, aber auch religiöse oder spirituelle Konzepte. Im Evangelium nach Philippus wird diese Dynamik noch klarer formuliert:„Wer sich an das Sichtbare bindet,wird vom Sichtbaren beherrscht.Wer sich an das Unvergängliche bindet,wird unvergänglich.“Philippus-Evangelium, NH II,3 – ca. 67,27–68,5 **„Die Welt ist durch ein Bild entstanden.Und wer das Bild liebt, wird an ihm gebunden.

Die Wahrheit aber ist nicht in Bildern,sondern die Bilder sind in der Wahrheit.

Wer also das Sichtbare liebt,wird vom Sichtbaren beherrscht.“**

Gerade wenn du hier neu bist oder das hier gerade liest und sich für dich Türen öffnen lass uns doch so gern teilhaben in den Kommentaren was hier gerade für dich landet und wie sich dein Körper anspürt, wenn du das liest! Ich möchte hier auch nochmal rausarbeiten wie sich für mich Begierde, also das Anhaften, unterscheidet von der Sehnsucht, die ich liebe zu spüren, groß zu machen und ihr zu folgen: Deine Sehnsucht ist ein Kompass für dein inneres Feminin, das dich auf deinen Weg führt (der Weg der Buße, die wortwörtlich übersetzt "auf den Weg zurück finden" bedeutet). Erkenne also bitte, dass das Fallen in die Dunkelheit und Orientierungslosigkeit der ersten Macht der erste Schritt ist der die Bedingung (!) deines Menschseins stellt. Der zweite Schritt in der Anhaftung und der Begierde stellt einfach nur die Identifikation falscher Götter dar: Das viel haben, viel sein müssen, viel tun müssen, viel darstellen, viel erreichen. Falsche Götter, an die wir uns anklammern und für die wir unser letztes Hemd gäben wenn uns nur endlich jemand sagen würde, wie wir all das erreichen. Erkenne das Spiel das du spielst als das, was es ist, und dann spiel es bewusst. Sei aktiv dabei. Erkenne dich als Mensch noch mehr. Kollabiere in deine Anhaftungen, lass dich mitreißen vom Fluss des Lebens, schwimm immer mal an Land und bekomm deinen Überblick wieder. Einer der wichtigsten Sätze Jesu im Evangelium der Maria lautet: „Wo der Geist ist, dort ist der Schatz.“Geist ist hier die Übersetzung des griechischen Wortes "nous", das tatsächlich eher so etwas wie "das Auge des Herzens" bedeutet. Das Auge (=maskulines Bewusstsein) im Herzen (=femininer Liebesfluss). Dort, wo dein maskulin und dein feminin vereint sind, lassen sich Dunkelheit, Orientierungslosigkeit, Anhaftung und Begierde an falschen Göttern die dich unfrei machen nach. Das ist der Weg, den uns Maria Magdalena lehrt, und dem ich folge. Den ich gehe, so gern mit dir zusamen (Möglichkeiten im Kommentar).

Das heißt:Begierde entsteht dort,wo der Geist nicht mehr als Quelle erfahren wird. Es ist der Versuch der Seele, sich in der Dunkelheit zu stabilisieren, indem sie sich an etwas Äußeres bindet.Das ist nicht böse, auch nicht sündig, sondern zutiefst menschlich.

Gesehen werden. Wirklich gesehen.

„Maria.“ Als Christus sie am leeren Grab beim Namen nennt, erkennt sie ihn, auch wenn sie ihn nicht sieht. Rabboni, sagt sie.Lehrer. Geliebter. Spiegel.

In diesem Moment geschieht etwas Zeitloses:Sehen und gesehen werden.Angesicht zu Angesicht.Liebe, die stärker ist als der Tod.

„Jetzt sehen wir nur wie in einem Spiegel, rätselhaft.Dann aber von Angesicht zu Angesicht.Jetzt erkenne ich stückweise –dann aber werde ich ganz erkannt sein,so wie ich erkannt bin.“(1 Kor 13,12)

Ganz gesehen zu werden ist kein psychologischer Trick.Es ist ein Wunder.Ein heiliger Moment, der nicht erzwungen werden kann.

Denn wir können niemanden wirklich sehen,wenn wir uns selbst nicht zeigen.

In der indischen Tradition gibt es dafür ein Wort: Darshan.Es bedeutet:gesehen werden – und selbst sehen – im Blick Gottes.

Dieser Blick bleibt.Er wendet sich nicht ab.Nicht im Dunkel.Nicht im Schmerz.Nicht im Tod.

Ich stelle mir oft vor, wie in diesem Moment alles still wurde.Wie nichts mehr existierte außer diesem Blick.Außer dieser einen Wahrheit:Du bist erkannt. Du bist gemeint. Du bist geliebt.

Vielleicht ist das die tiefste Sehnsucht von uns allen:Dass jemand unseren Namen ausspricht– und wir uns darin vollständig wiederfinden.

Unwissenheit: Die 3. Macht

Die dritte Macht ist die Unwissenheit.Sie sprach:›Ich sah dich herabsteigen,und ich sah dich aufsteigen.Aber du kanntest mich nicht,und du kanntest mich nicht,als ich dich ergriff.‹

In Maria Magdalenas Evangelium finden wir zu den 7 Mächten, die die Seele von der Erlösung fernhält, nach der 1. Macht der Dunkelheit und der 2. Macht des Anhaftens / der Begierde nun die 3. Macht: Die Unwissenheit. Das Nicht-Erinnern. Die Nicht-Erfahrung. Damit sind sowohl gemeint zu vergessen, "woher wir kommen" (der Ursprung der Seele auf der Erde, die als Mensch die menschliche Erfahrung machen möchte) also auch die Nicht-Erfahrung: Dinge maximal zu verstehen mit dem Logos, und sie aber nicht zu erfahren als gelebte Weisheit (Sofia). In den gnostischen Schriften, zu denen das Maria Magdalena-Evangelium gehört, hat nichts einen Wert außer dem selbst Erfahrenen. Dieses ist auch der Grund, warum Jeshua selbst nie etwas aufgeschrieben hat - er hat die Transmission gegeben, die Worte im Aramäischen die Frequenzen trugen. Diese sind nicht mit unseren Worten zu vergleichen die wir heute hören können - darum lade ich dich immer ein, diese Worte zu "fühlen" und mit dem Körper zuzuhören!

Die Unwissenheit (wörtlich: agnoía) meint damit nicht Dummheit, und auch nicht fehlende Bildung (und auch nicht den fehlenden Wunsch nach Lernen) sondern eben das Nicht-Erkennen der eigenen Göttlichkeit. Agnoía ist ein Bewusstseinszustand, kein Defizit: Wenn ich nur mit dem Verstand versuche zu verstehen, kann ich nicht mit dem "nous" zu Gott finden. Das nous ist das "Auge des Herzens", das maskulin im Feminin, das Bewusstsein in der Liebe - der direkte Weg zu Gott in der Verschmelzung von beidem. Auch das steht im Maria Magdalena-Evangelium - schon verrückt, oder? Stell dir mal vor dieses wäre kanonisch geworden und hätte Einzug ins neue Testament gefunden, anstatt als Häretik verbrannt und verbannt worden zu sein!

Ganz spannend finde ich hier: „Du kanntest mich nicht“. Dieser Satz ist entscheidend, denn die Macht sagt nicht:„Ich habe dich betrogen“„Ich habe dich verführt“Sondern:„Du kanntest mich nicht.“

Das bedeutet für mich, dass die Seele verkennt, womit sie es zu tun hat - und weniger ist es die Seele für mich, sondern eher der Verstand. Er hält den Zustand für „Realität, er verwechselt Erleben mit Wesen. Gleiches gilt auch für „Als ich dich ergriff“: Unwissenheit ist kein Nebel, sondern eine Fixierung. Die Seele wird gehalten,nicht durch Gewalt, sondern durch Überzeugung. Und wenn du auch ein Mensch bist so wie ich weißt du, wie schwer es ist, einmal (unterbewusst und bewusst) geschlossene Überzeugungen loszulassen!

Ich sage immer: Was ich nicht fühlen kann, ist für mich nicht wahr. Was sich in meinem Resonanzrau namens Körper nicht wie Wellen verbreitet, hat keinen Wert für mich. Dazu gehören an vielen Stellen die neue Religion der Wissenschaft im 21. Jahrhundert, die alle Macht und Verantwortung abgibt an Menschen in weissen Kitteln, als auch Fakten, "Tatsachen" etc.

Was ich nicht fühle, also nicht erleben kann, ist für mich wertlos. Das ist das Gegenteil meiner Konditionierung als brave Beamte im staatlichen Lehrapparat, wie auch dem Weg dahin als korrekte Historikerin im Bachelor- und Masterstudiengang.

Und ich darf das loslassen. Ich darf für das stehen, was ich fühle und dadurch weiss. Maria selbst als das göttliche Feminin verurteilt diesen Zustand natürlich nicht.Sie versteht: Unwissenheit entsteht oft, weil zu frühe Wahrheit zerstören würde.Die Seele „vergisst“, um funktionsfähig zu bleiben - und meiner Meinung nach auch, damit die menschliche Erfahrung überhaupt möglich wird. Unwissenheit ist also kein Fehler, sondern eine Zwischenstation. Die Macht sagt:„Du kanntest mich nicht.“Nicht: „Du warst zu dumm." Das ist zutiefst nicht-patriarchal. Und dafür sind wir hier.

Ich höre dich fast fragen: Was ist denn nun der weibliche Weg aus der Unwissenheit?Maria zeigt keinen Weg des: Kampfes, Belehrens, Überwindens.Sondern es ist wie immer ein Weg der Verkörperung, der Beziehung und ein sanftes Erinnern und innerliches Weich-Werden wenn das menschliche Spiel mal wieder zu herausfordernd und überwältigend für dich ist. Lass dich trotzdem davon berühren. Sammel dich sanft ein. Sei bei dir. Lege deine Hände auf dein Herz und sprich zu dir: Ich bin hier. Bei mir.

Erlösung

Um Macht und Kontrolle ausüben zu können konnte die Wahrheit nicht bestehen bleiben - doch 1945 wurde sie endlich wieder (buchstäblich) ausgegraben: Erlösung findet niemals durch jemanden im Außen statt, durch ein „gut und fromm genug“, durch eine andere Instanz als dich selbst. Erlösung geschieht in gnostischer Überzeugung dann, wenn du dich selbst als das erkennst was du bist: Vollkommen göttlich, und vollkommen menschlich. Beides.Bereits auf frühen Konzilen wurde dies beschlossen: Dass Jesus vollkommen göttlich UND vollkommen menschlich gewesen sein muss. Und damit jede*r von uns Menschen auch.

Kirche vergisst oft, dass SIE das beschlossen hat.Sie, die in Levitikus im alten Testament auch beschlossen hat, dass die Frau nach der Geburt 40 Tage unrein sei wenn sie einen Sohn geboren hat, und 80 Tage unrein wenn sie ein Mädchen geboren hatte - der ursprüngliche Gedanke von Lichtmess (Imbolc) übrigens, auch wenn die Betonung nicht auf moralischer Unreinheit liegt, sondern auf der Unreinheit für den Tempelkult. Sie, die auch beschlossen hat, dass die das göttliche Feminin, repräsentiert durch Maria Magdalena als Gefährtin (koinonos) Jesu die Apostolin der Apostel war, der höchste Apostel, durch Papst Gregor im 6. Jahrhundert zur unreinen Hure erklärt wurde, weil er es sich „einfach nicht vorstellen konnte“ dass eine Frau heilig sein könnte. Auf dem Bild unten kannst du das Zitat lesen, das Maria Magdalena aufschrieb nach Jesus Worten was die Sünde tatsächlich ist:Es gibt sie nicht, außer du bist dir selbst untreu. Sünde selbst bedeutet in ihrem ursprünglichen Wortstamm „vom Weg abkommen“. Aber nicht von irgendeinem Weg, den dir jemand diktiert - sondern von DEINEM Weg. Untreue bedeutet in der Gnostik die Trennung von Schöpfung und Gottheit. Die Schöpfung wird untreu, sobald sie unabhängig vom Schöpfer existiert. Klingeln da Alarmglocken in deinem Kopf? Die Kultur der Hyperunabhängigkeit, in der wir leben (alles alleine Haffen zu müssen, sich bloß auf niemanden zu verlassen, Wissenschaft als die Gottheit des 21. Jahrhunderts?) schadet uns zutiefst und macht uns zu einer so kranken Menschheit, wie es sie noch nicht gegeben hat.

 

Alles ist so schräg vermauschelt, verändert, ins Gegenteil gedreht und verändert worden durch Kirche - sodass das, was uns trägt, was dich vielleicht auch mal hoffnungsvoll gemacht hat oder was deine Anbindung an Gott war, völlig verloren gegangen ist. Aber jetzt sind wir hier, und wir graben es aus. Und das ist gar nicht so schwer! Daniel Meurois schreibt dazu: Der Schuldbegriff spielt in der jüdisch- und abendländischen Kultur Mit all ihrer Dogmatik eine entscheidende Rolle. Er blockiert nachhaltig unser Unbewusstes. Wir kommen angeblich bereits mit Schuld belastet zu Welt, und geben die „Erbsünde“ an unsere Nachkommen weiter. Was wir auch tun - der Bruch zum Göttlichen bleibt bestehen, und damit der „Makel“. Nichts ist besser geeignet, eine Generation nach der anderen restlos zu entmutigen und jeder Erhebung die Flügel zu stutzen. So wird unsere Fähigkeit, geistig zu erblühen im Keim erstickt - und der Bruch nur vertieft.“ Denn wir wissen heute: Nach Jesus selbst gibt es keinen Makel. Wir sind vollkommen. Und sobald wir diese Makel finden, und ich kenne hunderte Menschen die das hobbymäßig permanent machen und es „Persönlichkeitsentwicklung“ nennen, ist Scham am Drücker - und in der Anwesenheit von Scham, die ja nur die Reaktion auf eine Bedrohungssituation ist, ist das Nervensystem nicht in der Lage, sich zu regulieren. Makelhaft zu sein bedeutet, nicht geliebt werden zu können. Makelhaft zu sein bedeutet damit, sterben zu müssen. Integration und damit wieder Vollständig wir selbst werden ist in dieser Form nicht möglich. Clever vom Patriarchat, oder?

Um Macht & Kontrolle ausüben zu können mussten viele Opfer gebracht, Millionen umgebracht und noch viel mehr Sünden gebeichtet, Ablassbriefe bezahlt und andere Absurditäten, von denen wir heute irgendwie so tun als wäre es normal. Wir alle leben in einem christlichen Staat. Was jedoch das Christentum nach Jesu und vor der geschlossenen Christenheit war, das ist für mich interessant.Denn diese ursprünglichen Lehren, die bringen uns zurück zu uns.Wir haben 60-80 gnostische Schriften aus dieser Zeit, gefunden auf Papyrus oder auf Tafeln, entlang des Nils. Maria Magdalena selbst, die nach der Kreuzigung fast bis ins heutige Spanien floh und dort weiter wirkte, nahm den Mythos des göttlichen Feminin mit, und es ist ein Wunder, dass er bis heute nicht verloren ist. Nach fast zweitausend Jahren wurde ihr Evangelium 1890 wiederentdeckt, und ist als Kodex Berlinensis sogar in Berlin zu finden! Mit weiteren Funden von anderen Schriften aus dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus bei Nag Hammadi in Ägypten 1945 erschafft sich ein Bild der ursprünglichen Lehre, die zeigt, wie sehr die Kirche als machtpolitische Institution alles verdreht, entweiht und instrumentalisiert hat um als schwaches Maskulin endlich Kontrolle über die unbändige Kraft der Weiblichkeit zu bekommen. Und es hat funktioniert - für Jahrhunderte.Bis jetzt. Als Frauen im 21. Jahrhundert bist du, wenn dich all das hier berührt und mit dir resoniert, mit der Hexenwunde gesegnet. Ich bin überzeugt, dass wir, die dies berührt, deren Wut und Gerechtigkeitssinn das hier entfacht, im Laufe unserer Fleischwerdungen (Inkarnationen) oft hiermit berührt und auch hiervon vernichtet wurden - von der Unterdrückung des göttlichen Weiblichen durch das schwache, angsterfüllte und gewalttätige Männliche.Und jetzt sind wir hier, im 21. Jahrhundert, und haben endlich genau das Leben, in dem wir diese Macht in uns befreien können. Ich glaube, es ist kein Zufall dass du diese Zeilen gerade liest. Denn auf dem Weg der Rosenlinie, der Mystikerinnen, Hüterinnen, Priesterinnen und Forscherinnen gehen wir den Weg gemeinsam zurück.

Die Auferstehung während des Lebens

Es ging nie darum, für irgendetwas nach dem Tod zu planen, vorzubereiten etc. Es geht auch nicht um Buße, Bereuen und darum, dass dir all deine Fehler vergeben werden. Es gibt keine Fehler. Du kommst in den Himmel - so oder so. Weil du nie etwas anderes als Seele im Kern warst! Nichts in deinem Leben kann das verändern. Nichts. Und weißt du was? Deine Seele weiß genau nach dem physischen Tod zu tun ist: nämlich Heimkehren! Glaub gern einer Frau, die zwei Nahtoderfahrungen hinter sich hat wenn du magst: Loszulassen und hinüber zu gehen ist das Friedlichste, Schönste und Natürlichste, Neugierigste und Rückverbindendste das ich je erlebt habe.

„Diejenigen, die sagen, sie würden zuerst sterben und dann auferstehen, irren sich.Wenn sie die Auferstehung nicht empfangen, solange sie leben,werden sie nichts empfangen, wenn sie sterben.“ Wir finden im Philippus-Evangelium aus den Nag Hammadi-Kodices (73,1–4 (NH II,3) ganz eindeutige Hinweise darauf, dass das Auferstehen nach dem Tod völlig falsch verstanden wurde so, wie die Kirche es predigt und die Menschen dazu bringt, ihr Leben völlig ab ihrer Natürlichkeit in Angst, Reue und Kontrolle zu verbringen.

„Wer die Auferstehung empfangen hat, solange er lebt,wird nicht sterben.Wahrlich, derjenige lebt, der lebt aus dem Lebendigen.“Philippus-Evangelium 21,3–6 (NH II,3)Im Philippus-Evangelium ist Auferstehung kein Ereignis nach dem Tod, sondern ein Zustand des Erwachens im Leben.WOW, oder? Wer sie nicht hier empfängt, empfängt sie gar nicht.Der Erlöser selbst lebt diese Auferstehung vor –der Tod kommt danach und verliert seine Bedeutung, denn er ist in dieser oder anderer Form noch immer präsent danach - bis heute (2000 Jahre später!)

 

Wenn du also wie so viele Angst vor dem Übergang hast, dann erkenne doch hier mit mir: Der Tod verliert seine Macht nicht durch Zeit, sondern durch Erkenntnis (Gnosis). Darum liebe ich die gnostische Schriften, sowohl als Historikerin als auch als spirituelle Frau des 21. Jahrhunderts! Wir dürfen jetzt, wenn wir mögen, erkennen wo wir tatsächlich "in die Sünde gegangen sind" - denn die Originalbedeutung des Worts Sünde ist einfach nur "vom Weg abkommen", undzwar nicht von dem einzig richtigen, sondern von DEINEM.

„Die Auferstehung ist die Offenbarung dessen,was ist.Sie ist das Erkennen dessen,der auferstanden ist.“Philippus-Evangelium 70,9–15 (NH II,3) Es geschieht also in dir: In jedem Moment, den du dich mehr erkennst und das Spiel der Seele anerkennst. Deine Inkarnation (=Fleischwerdung) als das erkennst, was sie ist: Für einen ganz kurzen, ganz begrenzten Zeit-Raum eine Erlebnis- und Erfahrungsreise auf diesem Planeten. Mit jedem Moment in dem du dich noch mehr, noch tiefer erkennst, deine Programme, Muster noch mehr liebst, mit deinem inneren Kontrolletti und Angeber noch sanfter bist und dich aus der Fragmentierung deiner Psyche in einzelne verbannte Anteile wieder zusammensetzt: Integrierst geschieht Auferstehung. So einfach?So einfach.

Gott erfährt sich durch dich. 

Du erfährst dich in jedem Moment im Universum selbst. Indem du erkennst, welches Leben, Begegnung, Verbindung, Schmerz etc. Aus dir heraus entsteht erkennst du einfach: Alles in deinem Außen sind ausschließlich Feedbackschleifen. Du kannst aufhören, dich gegen sie zu wehren oder in deinem eigenen Opfer-Sein dir selbst gegenüber zu verharren.Wenn die Seele den Traum erinnert den sie träumt anerkennt sie, was für eine unglaublich mächtige Schöpferin sie ist. Alles, was du erlebst, ist einfach nur Feedback dafür, wie dein Inneres aussieht. Kannst du deine Macht anerkennen? Und wenn du in dieser Form auf dein Leben blickst: Was bedeutet das?Was ist offenbar in dir? Was wirkt durch dich? Und kannst du einfach mal „ja.“ dazu sagen?

So erfährt Gott sich selbst. So erschafft Bewusstsein und ordnende Intelligenz Leben.Gott existiert durch seine Schöpfung. Dich.

Ist das nicht wunder-voll?